höhere Berufsbildung positive Effekte auf Gehalt und Karriere

15.1.2019 – Die höhere Berufsbildung ermöglicht Personen mit Berufsausbildung den Abschluss einer Ausbildung auf Niveau Tertiärstufe. 2016 strebten gut 30 000 Kandidatinnen und Kandidaten einen Abschluss der höheren Berufsbildung an. Die Verbesserung der Position auf dem Arbeitsmarkt sowie des Einkommens sind dabei ausschlaggebend bei der Wahl einer solchen Ausbildung. Ein Jahr nach Ausbildungsabschluss geben bereits mehr als die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen an, die Ausbildung habe einen positiven Effekt auf ihr Gehalt und ihre Karrierechancen. Das zeigen die Ergebnisse der ersten Erhebung zur höheren Berufsbildung des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Zur höheren Berufsbildung zählen die eidgenössischen Prüfungen zum Erwerb eines eidgenössischen Fachausweises oder eines eidgenössischen Diploms und die Studiengänge der höheren Fachschulen. Die höhere Berufsbildung ermöglicht Personen mit einer beruflichen Grundbildung, einen Tertiärabschluss zu erwerben. 2016 strebten knapp 18 000 Personen einen eidgenössischen Fachausweis, rund 3800 ein eidgenössisches Diplom und gut 8600 ein Diplom einer höheren Fachschule an.

Durchschnittlich haben Personen, die eine eidgenössische Prüfung absolvieren, beim Ausbildungsbeginn bereits 10 Jahre Berufserfahrung und sind bei der Prüfung 32 (eidgenössischer Fachausweis), respektive 36 Jahre alt (eidgenössisches Diplom). Mit einem Altersdurchschnitt von 28 Jahren sind die Prüfungskandidatinnen und -kandidaten an höheren Fachschulen am jüngsten. Die höhere Berufsbildung als Karrieresprungbrett

Die Gründe für die Wahl einer höheren Berufsbildung sind in erster Linie das grundsätzliche Interesse am Inhalt der gewählten Ausbildung, gefolgt von dem Ziel, die Position auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Gut zwei Drittel der Absolventinnen und Absolventen einer höheren Berufsbildung geben zudem an, dass sie mit der Ausbildung ihr Einkommen verbessern wollen. Ein Viertel wählt die Ausbildung, um sich auf ein anderes Tätigkeitsfeld vorzubereiten. Insbesondere Personen, die ein eidgenössisches Diplom anstreben, nutzen die höhere Berufsbildung als Vorbereitung für eine spätere Selbstständigkeit (20%).

Bereits ein Jahr nach Abschluss profitieren die Absolventinnen und Absolventen einer höheren Berufsbildung: Etwa 60% geben an, die Ausbildung habe bereits einen positiven Effekt auf ihr Gehalt. 50% beurteilen ihre Chancen, Karriere zu machen, als deutlich verbessert. Neben dem Nutzen für den Karriereverlauf wird auch der Nutzen für die persönliche Entwicklung sehr hoch bewertet. Grundsätzliche Zufriedenheit mit der Ausbildung

Absolventinnen und Absolventen von höheren Berufsbildungen sind sowohl mit der Ausbildung selbst als auch mit den Ausbildungsanbietern überwiegend zufrieden und würden ihre Wahl ein Jahr nach Abschluss zu knapp 90% (Ausbildung) bzw. 80% (Anbieter) wieder so treffen. Von den erfolglosen Kandidatinnen und Kandidaten hingegen würde nur noch gut die Hälfte denselben Bildungsanbieter noch einmal wählen.

Allgemeine Aspekte wie Gesundheit und Wohnsituation während der Ausbildung erhielten von den Kandidatinnen und Kandidaten eine vergleichsweise positive Bewertung. Die finanzielle Situation schien hingegen mehr Personen Schwierigkeiten bereitet zu haben.

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Dynamik am Arbeitsmarkt schwächt sich ab

Im November stieg die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich aus saisonalen Gründen, insbesondere im Baugewerbe. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich dadurch um 0,1 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent. Bereinigt um saisonale Effekte sank die Arbeitslosigkeit. Der Zürcher Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv, jedoch mit abgeschwächter Dynamik.

19‘377 Personen waren Ende November bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet, 482 mehr als im Vormonat. Dieser Zuwachs ist ausschliesslich auf saisonale Gründe zurückzuführen und betraf hauptsächlich das Baugewerbe (+501). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht auf 2,4 Prozent. Mehr Arbeitslose verzeichneten im vergangenen Monat auch die Wirtschaftszweige freiberufliche, technische und wissenschaftliche Dienstleistungen (+45) sowie die Banken (+17).

Eine leichte Entspannung mit rückläufigen Arbeitslosenzahlen gab es unter anderem bei den Wirtschaftszweigen Grosshandel (-31), Detailhandel (-34), beim Gastgewerbe (-24) und den persönlichen Dienstleistungen (-58), zu welchen unter anderem das Gesundheits- und Sozialwesen gehören. In der Berufsgruppe kaufmännische und administrative Berufe sank die Arbeitslosigkeit zum dritten Mal in Folge (-92).

Die Arbeitslosigkeit nahm in fast allen Altersklassen zu, eine Ausnahme bildet einzig die Kategorie der 15- bis 19-Jährigen und der über 60-Jährigen. Entsprechend dem saisonalen Anstieg im Bau waren im vergangenen Monat insgesamt betrachtet ausschliesslich Männer sowie Ausländer betroffen.

Leicht eingetrübte Beschäftigungsaussichten

Der Zürcher Arbeitsmarkt ist weiterhin in guter Verfassung. Die Beschäftigungsaussichten haben sich in einzelnen Branchen jedoch eingetrübt. Gemäss Umfragen der KOF Konjunkturforschungsstelle gilt dies insbesondere für die Banken, den Grosshandel und das Gastgewerbe. Weiterhin positiv bleiben die Erwartungen in der Industrie und bei den verschiedenen Dienstleistungen. Insgesamt dürfte die Beschäftigung in den kommenden Monaten weiter wachsen, allerdings weniger stark als noch im ersten Halbjahr 2018.