Lohnbuch Schweiz 2019

Das «Lohnbuch Schweiz 2019» gibt einen umfassenden Überblick zu orts-, berufs- und branchenüblichen Löhnen sowie Mindestlöhnen in der Schweiz.

Alle Löhne der Schweiz auf einen Blick

Das «Lohnbuch Schweiz 2019» des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich gibt einen umfassenden Überblick zu orts-, berufs- und branchenüblichen Löhnen sowie Mindestlöhnen in der Schweiz.

Der diesjährige Gastbeitrag stammt von Dr. Michael Siegenthaler und Dr. Alexander Rathke von der Konjunkturforschungsstelle der ETH zum Thema «Reallöhne in der Schweiz: Auf fette folgen magere Jahre».

Lohnbuch Schweiz 2019
Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich, 768 Seiten, Orell Füssli Verlag, Zürich

ISBN 978-3-280-05701-8

Wertvolle BerechnungsgrundlageDieses Nachschlagewerk ist einzigartig in der Schweiz und bietet auf 768 Seiten einen umfassenden Überblick über mehr als 9’400 in der Schweiz gültige Branchen-, Berufs- und Mindestlöhne. Die Lohnangaben stammen aus Gesamtarbeitsverträgen sowie Empfehlungen und Statistiken schweizerischer Berufs- und Arbeitgeberverbände. Korrelationstabellen erlauben für die verschiedenen Branchen eine optimale Anpassung an Ortsüblichkeiten der Schweizer Grossregionen. Die Definition der Löhne wird den Lesern durch das Lohnbuch nicht vorweggenommen, sondern diese erhalten hierzu eine hilfreiche, wertvolle Berechnungsgrundlage. Es liefert die Basis, um faire Lohnbedingungen zu fördern und Unterbietungen der Löhne entgegenzuwirken. Dank der Initiative des Kantons Zürich und einer interkantonalen Zusammenarbeit liegt es nun vor – mit benutzerfreundlichem neuem Konzept: das Standardwerk für die ganze Schweiz.

Bestellung Lohnbuch Schweiz 2019

Das Lohnbuch Schweiz 2019 kann beim Orell Füssli Verlag bestellt werden. Dies gilt für die Print-, sowie die e-Version. Das Lohnbuch wird nicht durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich vertrieben.

Wichtig zu wissen:
Die bereits gekauften, älteren elektronischen Versionen des E-Lohnbuches stehen der Benutzerin und dem Benutzer immer noch zur Verfügung.

Noch wenig Frauen in medizinischen Kaderpositionen


Im vergangenen Jahr waren in der Schweiz gemäss FMH-Ärztestatistik insgesamt 37’525 Ärztinnen und Ärzte berufstätig. Das sind 625 Ärztinnen und Ärzte mehr als im Vorjahr. Im ambulanten Sektor ist die Ärzteschaft durchschnittlich zehn Jahre älter als ihr Kollegium im stationären Sektor. Durchschnittlich arbeiten in der Schweiz pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner 4,4 Ärztinnen und Ärzte. Der Anteil ausländischer Arbeitskräfte hat weiter zugenommen und beträgt neu 35,4 Prozent. Bei der Ärzteschaft unter 45 Jahren sind Frauen bereits in der Mehrheit.

37’525 Ärztinnen und Ärzte waren 2018 gemäss Ärztestatistik der FMH in der Schweiz berufstätig – 21’543 Männer und 15’982 Frauen. Letztere holen weiter auf: 2017 waren im Bereich Humanmedizin 4668 Studierende im Bachelorstudiengang eingeschrieben (1745 Männer, 2923 Frauen), im Masterstudiengang waren es 3246 Studentinnen und Studenten (1397 Männer, 1849 Frauen). 1434 Ärztinnen und Ärzte haben 2018 einen eidgenössischen Facharzttitel erworben.

Demographische Struktur der Ärzteschaft
Im Vergleich zum Vorjahr hat die Gesamtzahl der Ärztinnen und Ärzte um 625 Personen zugenommen. Fast die Hälfte – 17’609 Ärztinnen und Ärzte – sind inzwischen hauptberuflich im stationären Sektor tätig. Im ambulanten Bereich sind es 19’331 Ärztinnen und Ärzte.

Das durchschnittliche Alter der Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz lag 2018 bei 49,6 Jahren. In der Alterskategorie 30-39 Jahre liegt der Frauenanteil bei 59,6%, bei den 40-49-jährigen Ärztinnen und Ärzten bei 48,3 Prozent, bei den 50-59-Jährigen bei 37,7 Prozent und bei der über 60-jährigen Ärzteschaft bei 24,2 Prozent.

Im Praxissektor ist die Ärzteschaft durchschnittlich zehn Jahre älter als ihr Kollegium im Spitalsektor. Dieser Altersunterschied ist insbesondere auf die Weiterbildung der assistierenden Ärztinnen und Ärzte zurückzuführen, die vorwiegend im Spital absolviert wird. Assistenzärztinnen und Assistenzärzte sind im stationären Bereich durchschnittlich 34,5 Jahre alt, Leitende Ärztinnen und Ärzte 50 Jahre und Chefärztinnen und Chefärzte 55,1 Jahre.

Die durchschnittliche Ärztedichte lag in der Schweiz 2017 bei 4,4 Ärztinnen und Ärzten pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. Damit ist die Ärztedichte in der Schweiz vergleichbar mit den Ärztedichten der Nachbarländer (Deutschland 4,2, Österreich 5,1, Frankreich 3,2, Italien 4,0).

Fachgebiete und Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland
Das häufigste Fachgebiet der berufstätigen Ärzteschaft ist mit 22,1 Prozent die «Allgemeine Innere Medizin». Auf weiteren Rängen folgen «Psychiatrie und Psychotherapie» (10,2 Prozent), «Gynäkologie und Geburtshilfe» (5,1 Prozent), «Kinder- und Jugendmedizin» (5,0 Prozent) sowie die «Anästhesiologie» (4,1 Prozent). In den generalistischen Fachgebieten «Allgemeine Innere Medizin», «Kinder- und Jugendmedizin» und «Praktischer Arzt» betrug der Anteil der Titelerteilungen im vergangenen Jahr 37,5 Prozent.

35,4 Prozent der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz (13’266 Personen) stammten 2018 aus dem Ausland bzw. haben ihr Medizinstudium im Ausland abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihr Anteil um 1,3 Prozent von 34,1 auf 35,4 Prozent angestiegen (Praxissektor: 31,1 Prozent, Spitalsektor: 39,9 Prozent). Der Grossteil der ausländischen ärztlichen Fachkräfte stammt aus Deutschland (53,8 Prozent), gefolgt von Italien (8,8 Prozent), Frankreich (6,7 Prozent) und Österreich (6,1 Prozent).
Tätigkeitsbereiche

Das durchschnittliche Arbeitspensum der Ärzteschaft in der Schweiz ist im Vergleich zum Jahr 2008 von 9,0 Halbtagen auf 8,8 Halbtage pro Woche gesunken (1 Halbtag = 5,5 Std.).

Von den 19’331 Ärztinnen und Ärzten im Praxissektor sind 81,8 Prozent Praxisinhabende oder Praxisteilhabende. 5,3 Prozent sind als Praxisassistierende oder als Fachärztin oder Facharzt angestellt. Im Spitalsektor bilden die Assistenzärzte in Weiterbildung mit rund 52,8 Prozent die grösste Gruppe. Erwartungsgemäss reduziert sich die Anzahl Ärztinnen und Ärzte mit steigender Hierarchiestufe.

So sind im Spitalsektor 18,7 Prozent der Ärzteschaft als Oberärztin oder Oberarzt tätig, 12,2 Prozent als Leitende Ärztin oder Leitender Arzt und 8,8 Prozent als Chefärztin oder Chefarzt. Der Frauenanteil liegt bei den Assistenzärztinnen und Assistenzärzten bei 58,6 Prozent, auf Oberarztstufe bei 47,9 Prozent, bei der leitenden Ärzteschaft bei 24,5 Prozent und auf Chefarztebene bei 12,4 Prozent.

Frühlingshafte Entspannung am Arbeitsmarkt im Kanton Zürich

Im Februar sank die Zahl der Arbeitslosen und Stellensuchenden: Neben saisonalen Effekten aufgrund frühlingshafter Temperaturen ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit zu einem guten Teil auf konjunkturelle Einflüsse zurückzuführen. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 2,5 Prozent.

20‘153 Personen waren Ende Februar bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Zürich als arbeitslos gemeldet, 495 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte auf dem Vormonatsniveau bei 2,5 Prozent.
Saisonale Effekte setzen früh ein

Die im Februar unüblich warmen Temperaturen dürften die im Frühling einsetzende Entwicklung in saisonal geprägten Branchen etwas vorgezogen haben. Bedeutende Abnahmen der Arbeitslosigkeit verzeichneten das Baugewerbe (-155), das Gastgewerbe (-64) oder die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-38), zu welchen auch die Temporärarbeit gehört.

Neben diesen saisonalen Bewegungen fällt der Rückgang bei den kaufmännischen und administrativen Berufen (-80) im Februar auf. Der seit Ende 2016 anhaltende Rückgang in dieser Berufsgruppe dürfte einerseits auf die noch gute konjunkturelle Lage zurückzuführen sein. Andererseits könnte auch der Druck zur beruflichen Umorientierung oder Weiterbildung der betreffenden Personen mit dem Ende der Bezugsperiode von Arbeitslosenunterstützung zunehmen. Die Arbeitslosigkeit in der Berufsgruppe der Unternehmer, Direktoren und leitenden Beamten reduzierte sich im Februar um 47. Im Wirtschaftszweig Information und Kommunikation zeigte sich ebenfalls eine leichte Entspannung (-31).

Die Zürcher Wirtschaft kühlt sich derzeit leicht ab und die meisten Branchen vermelden gemäss der KOF Konjunkturforschungsstelle eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage, insbesondere die Banken, verschiedene Dienstleistungen und die Industrie. Diese Abkühlung dürfte jedoch nur vorübergehend sein, denn insgesamt ist die wirtschaftliche Verfassung weiterhin gut.

Arbeitszufriedenheit – Medikamente – Gesundheitsbefragung

28.02.2019 – Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren nimmt über einen Zeitraum von sieben Tagen mindestens ein Medikament ein. Dies geht aus den Standardtabellen zur Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Im Vergleich zu früheren Befragungen ist dieser Wert angestiegen. Immer mehr Leute greifen auf komplementärmedizinische Leistungen zurück. 29% haben diese 2017 nachgefragt, wobei die Inanspruchnahme in der französischsprachigen Schweiz weiterverbreitet ist als in der deutsch- oder italienischsprachigen Schweiz.

Die grosse Mehrheit der Bevölkerung schätzt ihre Gesundheit (85%) und ihre Lebensqualität (92%) als gut oder sehr gut ein. Trotzdem ist ein Drittel durch chronische Krankheiten beeinträchtigt. Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten wie Bluthochdruck, zu hoher Cholesterinspiegel, Diabetes oder Adipositas haben in den letzten 25 Jahren an Bedeutung gewonnen.

Medikamentenkonsum steigt mit zunehmendem Alter

Der Medikamentenkonsum ist im Laufe der Zeit deutlich angestiegen: Wo 1992 noch 38% der Bevölkerung ab 15 Jahren in einem Zeitraum von sieben Tagen mindestens ein Medikament eingenommen hatten, so waren es 2017 bereits 50%. Frauen (55%) nehmen häufiger Medikamente ein als Männer (45%). Der Anteil steigt mit zunehmendem Alter an und erreicht bei Personen ab 75 Jahren einen Wert von 84%.

Jede vierte Person nimmt wöchentlich Schmerzmittel zu sich

Am meisten konsumiert werden Schmerzmittel. 24% der Bevölkerung haben im Jahr 2017 in den sieben Tagen vor dem Befragungszeitpunkt ein Schmerzmittel eingenommen. Weit verbreitet sind zudem Mittel gegen die Risiken von Herz-Kreislaufkrankheiten. So wurden Medikamente gegen Bluthochdruck von 16% der Bevölkerung eingenommen, Mittel gegen zu hohes Cholesterin wurden von 8% und solche für das Herz von 7% verwendet. Schlaf-, Beruhigungsmittel und Antidepressiva wurden von jeweils rund 5% konsumiert.

Die Benützung von Medikamenten gegen Bluthochdruck oder Cholesterin hat insbesondere im Zeitraum von 2002 bis 2012 zugenommen. Der Konsum von Schmerzmitteln hat sich gegenüber 1992 gar verdoppelt. Der Einsatz von Psychopharmaka ist dagegen weitgehend konstant geblieben – mit Ausnahme von Antidepressiva; deren Einsatz ist seit 2007 am Steigen.

Mehr Komplementärmedizin in der Westschweiz

29% der Bevölkerung machen im Laufe eines Jahres Gebrauch von zumindest einer komplementärmedizi-nischen Behandlung wie Akupunktur, chinesischer Medizin, Homöopathie oder Osteopathie. Die Inan-spruchnahme von Komplementärmedizin nimmt seit 2002 (16%) kontinuierlich zu. Frauen nutzen diese häufiger als Männer (37% gegenüber 21%) und Personen mit hoher Schulbildung öfters als Personen mit nur obligatorischem Schulabschluss (34% gegenüber 18%).

Die Einwohnerinnen und Einwohner der französischsprachigen Schweiz (38%) greifen öfter auf komplementärmedizinische Behandlungen zurück als die der deutschen (26%) und italienischen (23%) Sprachregion. Besonders deutlich sind die Unterschiede bei der Osteopathie, welche in der französischen Schweiz von 21% benützt wird, in der deutschen und italienischen Schweiz jedoch nur von 6% resp. 5%.

Work-life-Balance wichtig für Arbeitszufriedenheit

Einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit hat das Erwerbsleben. Rund drei Viertel der Erwerbstätigen in der Schweiz sind mit ihrer Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden (73%). Die Arbeitszufriedenheit hängt insbesondere von den Arbeitsbedingungen und der Arbeitsorganisation ab. Zentrale Indikatoren hierfür sind die Unterstützung von Vorgesetzten sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Jeweils 9% der Erwerbstätigen geben an, Probleme damit zu haben, Beruf und Familie vereinbaren zu können oder selten bis nie Unterstützung durch ihre Vorgesetzten zu erfahren.

Hohe Beanspruchung im beruflichen Leben kann zu gesundheitlichen und psychischen Belastungen beitragen: 20% der Erwerbstätigen erleben immer oder meistens Stress bei der Arbeit und 19% stimmen eher oder vollständig der Aussage zu, sich bei der Arbeit emotional verbraucht zu fühlen. Zudem haben 15% Angst vor Arbeitsplatzverlust.

86 Standardtabellen zur Gesundheitsbefragung jetzt verfügbar

Die Standardtabellen zur Schweizerischen Gesundheitsbefragung stehen ab dem 28. Februar 2019 online zur Verfügung. Sie sind ein wichtiges Nachschlagewerk für Kennzahlen zum Gesundheitsverhalten, zum Gesundheitszustand, zur Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen und der Präventivmedizin sowie zu sozialen Ressourcen und Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die 86 Tabellen sind aufgeschlüsselt nach Geschlecht, Alter, Bildung, Nationalität, Sprach- und Grossregionen sowie nach Erhebungsjahr.

Über 22 000 Personen befragt

2017 wurden in der Schweiz 22 134 Personen zu ihrem Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten befragt. Die Schweizerische Gesundheitsbefragung findet seit 1992 alle fünf Jahre statt. Die kontinuierliche Durchführung erlaubt es, dass die Gesundheit der Bevölkerung über 25 Jahre hinweg beobachtet werden kann.

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Arbeitsinspektion in Zürich neu unter einem Dach

Seit Anfang Januar 2019 ist neu das kantonale Arbeitsinspektorat für einen Grossteil der Bewilligungs- und Kontrollverfahren im Kanton und in den Städten Zürich und Winterthur zuständig. Diese Konsolidierung ermöglicht die Bündelung von Fachwissen und stellt ein einheitliches Vorgehen sicher. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, ein entsprechendes Postulat als erledigt abzuschreiben.

Das im Amt für Wirtschaft und Arbeit angesiedelte kantonale Arbeitsinspektorat wurde im Verlauf von 2018 mit den Arbeitsinspektoraten der Städte Zürich und Winterthur zusammengeführt. Anstoss war das Postulat betreffend Bildung eines einheitlichen Arbeitsinspektorates für den Kanton Zürich und Auflösung der städtischen Arbeitsinspektorate Zürich und Winterthur im Kantonsrat. Eine Mehrheit hatte dieses im Oktober 2017 überwiesen.

Vereinfachung für Unternehmen

Per kantonaler Verordnung zum Arbeitsgesetz ist die zuständige Volkswirtschaftsdirektion ermächtigt, Vollzugsarbeiten, welche das Arbeitsrecht betreffen, an die Städte Zürich und Winterthur zu delegieren. Ein erster Leistungsauftrag erfolgte im Jahre 1966. Seither hat sich Zürich vom grossen Industriestandort zu einem starken Dienstleistungsstandort gewandelt. Auch haben sich die entsprechenden Bundesgesetze verändert. Der Vollzug des Arbeitsgesetzes ist komplexer und anspruchsvoller geworden, wodurch die kantonalen Arbeitsinspektorate vermehrt auch in Zürich und Winterthur eingebunden worden sind. Für ein Unternehmen bedeutete die bisherige Regelung, dass es je nach Anliegen und Standort bis zu fünf verschiedene Amtsstellen zu kontaktieren hatte. Die Dreiteilung der Arbeitsinspektorate war nicht mehr zeitgemäss, brachte einen Koordinationsaufwand für die Betriebe und den Kanton und verursachte dadurch höhere Kosten ohne nennenswerten Nutzen. Neu können die Kunden nahezu alle Dienstleistungen aus einer Hand beziehen, so dass die Verfahren effizienter abgewickelt werden können. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh meint dazu: «Mit der Umsetzung des Postulats erhalten die Betriebe einen einheitlichen Ansprechpartner. Dies vereinfacht den administrativen Aufwand für Unternehmerinnen und Unternehmer».

Konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kanton und Städten

Aus diesen Gründen hat sich der Regierungsrat bereit erklärt, das Postulat entgegenzunehmen und die darin geforderte Zusammenführung der Arbeitsinspektorate umzusetzen. Nachdem das Postulat im Kantonsrat überwiesen wurde, kündigte die Volkswirtschaftsdirektion den Leistungsauftrag an die beiden Städte Zürich und Winterthur per 31. Dezember 2018. Die beiden Städte waren eng in die Umsetzung miteinbezogen.

Der Übergang konnte dank der konstruktiven Zusammenarbeit zeitnah auf den 1. Januar 2019 vollzogen werden. Die Mitarbeitenden der städtischen Arbeitsinspektionen wurden in die kantonale Verwaltung integriert. Wenige Ausnahmen, wie etwa Gesuche im Rahmen von Grossanlässen wie dem «Züri Fäscht» oder der «Street Parade» bleiben zumindest in einer ersten Phase in der Zuständigkeit der Stadt Zürich. Diese Anlässe benötigen Bewilligungen von mehreren städtischen Stellen. Somit bleibt für diese Ausnahmen weiterhin nur eine Behörde Ansprechpartner für die Gesuchsteller.

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, das Postulat betreffend Bildung eines einheitlichen Arbeitsinspektorates für den Kanton Zürich und Auflösung der städtischen Arbeitsinspektorate Zürich und Winterthur als erledigt abzuschreiben.

Schweizerische Arbeitskräfteerhebung, Erwerbslosenquote gemäss ILO liegt bei 4,6%

Schweizerische Arbeitskräfteerhebung im 4. Quartal 2018: Arbeitsangebot 4. Quartal 2018: Erwerbstätigenzahl steigt um 0,8%, Erwerbslosenquote gemäss ILO liegt bei 4,6%

14.02.2019 – Die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz nahm zwischen dem 4. Quartal 2017 und dem 4. Quartal 2018 um 0,8% zu. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) um 0,1 Prozentpunkte und lag bei 4,6%. In der Europäischen Union (EU) ging die Erwerbslosenquote von 7,3% auf 6,6% zurück. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) hervor.

In der Schweiz waren im 4. Quartal 2018 insgesamt 5,086 Millionen Personen erwerbstätig, das sind 0,8% mehr als im 4. Quartal 2017. Die Zahl der erwerbstätigen Männer stieg um 0,7%, jene der erwerbstätigen Frauen um 1,0%. In Vollzeitäquivalenten (VZÄ) betrug der Anstieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal bei den Männern wie auch bei den Frauen 0,7%. Saisonbereinigt gingen sowohl die Erwerbstätigenzahl als auch die Anzahl VZÄ zwischen dem 3. und dem 4. Quartal 2018 leicht zurück (–0,1%).

Schweizerische und ausländische Arbeitskräfte

Zwischen dem 4. Quartal 2017 und dem 4. Quartal 2018 stieg die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte um 2,9%, während jene der schweizerischen Erwerbstätigen um 0,1% leicht zurückging. Unter den ausländischen Erwerbstätigen war die Zunahme bei den Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B oder L, seit mindestens zwölf Monaten in der Schweiz) am stärksten (+4,9%). Darauf folgten die Personen mit einer Niederlassungsbewilligung (Ausweis C: +3,3%). Die Zahl der Erwerbstätigen mit Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L, seit weniger als zwölf Monaten in der Schweiz: –0,1%) und jene der Grenzgängerinnen und Grenzgänger (Ausweis G: –0,7%) gingen hingegen zurück.

Erwerbslosigkeit in der Schweiz und in Europa

Im 4. Quartal 2018 waren in der Schweiz gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) 227 000 Personen erwerbslos. Dies sind rund 4 000 mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Erwerbslosen an der Erwerbsbevölkerung lag bei 4,6% und damit etwas höher als im 4. Quartal 2017 (4,5%; +0,1 Prozentpunkte). Saisonbereinigt erhöhte sich die Erwerbslosenquote gegenüber dem vorangehenden Quartal von 4,3% auf 4,9%. Zwischen dem 4. Quartal 2017 und dem 4. Quartal 2018 verringerte sich die Erwerbslosenquote sowohl in der Europäischen Union (EU28: von 7,3% auf 6,6%) als auch in der Eurozone (EZ19: von 8,7% auf 8,0%). 

Jugenderwerbslosigkeit

In der Schweiz stieg die Jugenderwerbslosenquote (15- bis 24-Jährige) gemäss ILO zwischen dem 4. Quartal 2017 und dem 4. Quartal 2018 von 6,9% auf 7,3% an. Im selben Zeitraum sank die Jugenderwerbslosenquote sowohl in der Europäischen Union (EU28: von 16,2% auf 14,7%) als auch in der Eurozone (EZ19: von 18,0% auf 16,6%).

Erwerbslosigkeit nach verschiedenen Merkmalen

Die Erwerbslosenquote gemäss ILO blieb zwischen dem 4. Quartal 2017 und dem 4. Quartal 2018 bei den 25- bis 49-Jährigen sowie bei den 50- bis 64-Jährigen unverändert (4,6% bzw. 3,9%). Bei den Männern war ein Rückgang (von 4,3% auf 4,1%) und bei den Frauen eine Erhöhung (von 4,9% auf 5,1%) zu verzeichnen. Die Höhe der Erwerbslosigkeit blieb bei den Ausländerinnen und Ausländern (7,5% im 4. Quartal 2017 und im 4. Quartal 2018) und bei den Schweizer Staatsangehörigen (3,5%) ebenfalls stabil. Im 4. Quartal 2018 betrug die Erwerbslosenquote gemäss ILO bei den EU28-/EFTA-Staatsangehörigen 5,5% und bei den Staatsangehörigen aus Drittstaaten 12,3%.

Dauer der Erwerbslosigkeit

Zwischen dem 4. Quartal 2017 und dem 4. Quartal 2018 erhöhte sich die Zahl der Langzeiterwerbslosen gemäss ILO (ein Jahr oder länger erwerbslos) von 84 000 auf 93 000. Der Anteil der Langzeiterwerbslosen an allen Erwerbslosen nahm zu (von 37,6% auf 41,0%). Die Mediandauer der Erwerbslosigkeit stieg von 212 auf 249 Tage.

Teilzeitarbeit und Unterbeschäftigung

Die Zahl der Teilzeiterwerbstätigen belief sich im 4. Quartal 2018 auf 1,738 Millionen (+26 000 im Vergleich zum 4. Quartal 2017). Darunter befanden sich 357 000 Unterbeschäftigte, d.h. Personen, die mehr arbeiten möchten und kurzfristig verfügbar sind. Die Unterbeschäftigungsquote betrug im 4. Quartal 2018 insgesamt 7,2% und lag damit tiefer als im 4. Quartal 2017 (7,5%).

weitere Informationen: bfs.admin.ch

Teure Weiterbildungen für Stellenlose

Im Kontext des SECO-Berichtes zu den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft zur Lage des Arbeitsmarktes im Januar 2019 berichtete 20 Minuten am 11.2.2019, dass rund 180 Stellensuchende aus der Romandie und dem Tessin für jeweils drei Monate Deutschkurse in Berlin besuchen. Die Kosten sollen sich auf 5900.- CHF belaufen. Diese Art Weiterbildungen geben immer wieder zu Diskussionen anlass. Vordergründig stehen sich zwei verschiedene Interessen dabei diametral entgegen. Auf der einen Seite ist es die Statistik des RAVs, die eine möglichst kurze Verweildauer eines Arbeitslosen auf dem RAV anstrebt. Längere Weiterbildungen sind für die Erreichung dieses Zieles eher kontraproduktiv, weil sie auf der einen Seite eben teuer sind und auf der anderen Seite die kurzfristige Vermittlungsfähigkeit des Stellensuchenden einschränken. Politische Kritik bezüglich diesem Aspekt kommt meistens von bürgerlicher Seite. Auf der anderen Seite steht die Nachhaltigkeit von Weiterbildungen. Je fundierter und kompetenter die neu erworbenen Fähigkeiten vorhanden sind, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass man bei der Jobsuche erfolgreich ist und sich länger im Arbeitsmarkt halten kann.
Wenn fundierte Deutschkenntnisse in den Stelleninseraten gefordert werden, dann steigen die Chancen mit einer guten Deutschkompetenz. Finanziell lohnt sich die Investition von 5’900.- in den meisten Fällen. Es macht Sinn, wenn man gezielt auf den Einzelfall und deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt eingehen kann. Pauschale Lösungen, wie das generelle Verbot solcher Weiterbildungen sind nicht zielführend, auch wenn die Arbeitslosigkeitsrate auf tiefen Niveau ist. Das RAV sollte die notwendigen Spielräume haben in kostengünstige und nachhaltige Weiterbildungen, auch Sprachkurse im Ausland, zu investieren. Ein Thema, das künftig von Interesse sein könnte, sind die umfangreichen E-Learning Weiterbildungsangebote der beruflichen Weiterbildung im DACH Raum.

Artikel auf 20 Minuten:
www.20min.ch

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Dynamik bei den Investitionen sinkt 2019

Die Gesamtinvestitionen in der Schweiz werden in diesem Jahr an Dynamik verlieren. Dies zeigen die Resultate der halbjährlichen KOF Investitionsumfrage bei über 14000 Unternehmen. Die teilnehmenden Unternehmen wollen ihre Investitionstätigkeit im laufenden Jahr zwar weiterhin steigern, jedoch nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren

Wie bereits in der KOF Investitionsumfrage vom Frühjahr 2018 rechnen die Unternehmen mit einer Verlangsamung der Investitionsdynamik in diesem Jahr. Die Unternehmen gehen sowohl bei den Ausrüstungs- als auch den Bauinvestitionen von einer schwächeren Dynamik aus. Die Unternehmen erwarten zudem, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung langsamer wachsen werden als bis anhin.

Unternehmen werden bei der Planung sicherer

Bei den erhobenen Investitionstendenzen handelt es sich um die Investitionspläne der Unternehmen. Deren Realisierung ist nicht immer sicher. Um die Präzision der aus den Plänen resultierenden Veränderungsrate zu bestimmen, wurden die Unternehmen nach ihrer subjektiven Realisierungssicherheit der geplanten Investitionen gefragt. Im Herbst 2018 bewerteten 91.3% der Unternehmen ihre Investitionsplanungen für 2019 als sicher oder sehr sicher. Dagegen sind sich 8.7% der Unternehmen hinsichtlich ihrer Planungen unsicher oder sehr unsicher. Damit liegt die Realisierungssicherheit aktuell insgesamt leicht über dem Niveau der vergangenen Herbstumfragen.

Technische Entwicklung treibt Investitionen an

Hauptantreiber für Investitionen war im vergangenen Jahr vor allem die positive Nachfrageentwicklung. Auch in diesem Jahr bleibt die Nachfrage eine treibende Kraft, hat jedoch leicht an Wichtigkeit eingebüsst. Gemäss den Ergebnissen der KOF Investitionsumfrage dürfte die technische Entwicklung in diesem Jahr der primäre Grund der Unternehmen für Investitionen sein. Positiv wirken und wirkten sich zudem die günstigen finanziellen Rahmenbedingungen auf die Investitionstätigkeit aus. Insbesondere die kleinen und mittleren Betriebe profitieren am deutlichsten von den finanziellen Rahmenbedingungen.

Die Basis der aktuellen KOF Investitionsumfrage bildet ein Panel von über 14.000 Firmen, welches die Schweizer Wirtschaftsstruktur nachbildet. Sowohl der Staatssektor, halböffentliche Unternehmen als auch private Haushalte bleiben bei der Berechnung der Investitionszahlen unberücksichtigt. Insgesamt haben sich 3.600 Unternehmen an der Umfrage beteiligt, was einer Rücklaufquote von 26% entspricht.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Januar 2019

Bern, 08.02.2019 – Registrierte Arbeitslosigkeit im Januar 2019 – Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Januar 2019 123’962 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 4’301 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 2,7% im Dezember 2018 auf 2,8% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 25’199 Personen (-16,9%).

Jugendarbeitslosigkeit im Januar 2019
Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich um 291 Personen (+2,2%) auf 13’463. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang um 3’082 Personen (-18,6%).

Arbeitslose 50 und mehr im Januar 2019
Die Anzahl der Arbeitslosen 50 und mehr erhöhte sich um 1’135 Personen (+3,4%) auf 34’303. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einer Abnahme um 5’674 Personen (-14,2%).Stellensuchende im Januar 2019
Insgesamt wurden 200’125 Stellensuchende registriert, 2’175 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 13’000 Personen (-6,1%).

Gemeldete offene Stellen im Januar 2019
Auf den 1. Juli 2018 wurde die Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 8% schweizweit eingeführt. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich im Januar um 4’688 auf 31’592 Stellen. Von den 31’592 Stellen unterlagen 19’162 Stellen der Meldepflicht.

Abgerechnete Kurzarbeit im November 2018
Im November 2018 waren 906 Personen von Kurzarbeit betroffen, 13 Personen weniger (-1,4%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 10 Einheiten (-14,1%) auf 61. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 1’706 (-3,1%) auf 52’991 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode (November 2017) waren 103’185 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 1’483 Personen in 162 Betrieben verteilt hatten.

Aussteuerungen im November 2018
Gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen belief sich die Zahl der Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats November 2018 ausgeschöpft hatten, auf 2’671 Personen.

Weitere Informationen: www.admin.ch

Megatrends der Zukunft des Tourismus

Die OECD-Studie «Analyse von Megatrends im Interesse der besseren Gestaltung der Zukunft des Tourismus» identifiziert die Megatrends «sich wandelnde Besuchernachfrage», «nachhaltiges Wachstum», «Basistechnologien» und «Reisemobilität» und diskutiert deren Auswirkungen für den Tourismus bis 2040. Im Dokument werden eine Reihe plausibler Szenarien und potenzieller politischer Antworten präsentiert und untersucht, wie sich politische Entscheidungsträger besser auf Megatrends vorbereiten können. Zudem werden Leitlinien für wirksame strategische Frühaufklärung im Bereich des Tourismus aufgezeigt. Die Studie ist vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO übersetzt worden und liegt nun auch auf Deutsch vor.

www.oecd-ilibrary.org