Im vergangenen Jahr waren in der Schweiz gemäss FMH-Ärztestatistik insgesamt 37’525 Ärztinnen und Ärzte berufstätig. Das sind 625 Ärztinnen und Ärzte mehr als im Vorjahr. Im ambulanten Sektor ist die Ärzteschaft durchschnittlich zehn Jahre älter als ihr Kollegium im stationären Sektor. Durchschnittlich arbeiten in der Schweiz pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner 4,4 Ärztinnen und Ärzte. Der Anteil ausländischer Arbeitskräfte hat weiter zugenommen und beträgt neu 35,4 Prozent. Bei der Ärzteschaft unter 45 Jahren sind Frauen bereits in der Mehrheit.

37’525 Ärztinnen und Ärzte waren 2018 gemäss Ärztestatistik der FMH in der Schweiz berufstätig – 21’543 Männer und 15’982 Frauen. Letztere holen weiter auf: 2017 waren im Bereich Humanmedizin 4668 Studierende im Bachelorstudiengang eingeschrieben (1745 Männer, 2923 Frauen), im Masterstudiengang waren es 3246 Studentinnen und Studenten (1397 Männer, 1849 Frauen). 1434 Ärztinnen und Ärzte haben 2018 einen eidgenössischen Facharzttitel erworben.

Demographische Struktur der Ärzteschaft
Im Vergleich zum Vorjahr hat die Gesamtzahl der Ärztinnen und Ärzte um 625 Personen zugenommen. Fast die Hälfte – 17’609 Ärztinnen und Ärzte – sind inzwischen hauptberuflich im stationären Sektor tätig. Im ambulanten Bereich sind es 19’331 Ärztinnen und Ärzte.

Das durchschnittliche Alter der Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz lag 2018 bei 49,6 Jahren. In der Alterskategorie 30-39 Jahre liegt der Frauenanteil bei 59,6%, bei den 40-49-jährigen Ärztinnen und Ärzten bei 48,3 Prozent, bei den 50-59-Jährigen bei 37,7 Prozent und bei der über 60-jährigen Ärzteschaft bei 24,2 Prozent.

Im Praxissektor ist die Ärzteschaft durchschnittlich zehn Jahre älter als ihr Kollegium im Spitalsektor. Dieser Altersunterschied ist insbesondere auf die Weiterbildung der assistierenden Ärztinnen und Ärzte zurückzuführen, die vorwiegend im Spital absolviert wird. Assistenzärztinnen und Assistenzärzte sind im stationären Bereich durchschnittlich 34,5 Jahre alt, Leitende Ärztinnen und Ärzte 50 Jahre und Chefärztinnen und Chefärzte 55,1 Jahre.

Die durchschnittliche Ärztedichte lag in der Schweiz 2017 bei 4,4 Ärztinnen und Ärzten pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. Damit ist die Ärztedichte in der Schweiz vergleichbar mit den Ärztedichten der Nachbarländer (Deutschland 4,2, Österreich 5,1, Frankreich 3,2, Italien 4,0).

Fachgebiete und Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland
Das häufigste Fachgebiet der berufstätigen Ärzteschaft ist mit 22,1 Prozent die «Allgemeine Innere Medizin». Auf weiteren Rängen folgen «Psychiatrie und Psychotherapie» (10,2 Prozent), «Gynäkologie und Geburtshilfe» (5,1 Prozent), «Kinder- und Jugendmedizin» (5,0 Prozent) sowie die «Anästhesiologie» (4,1 Prozent). In den generalistischen Fachgebieten «Allgemeine Innere Medizin», «Kinder- und Jugendmedizin» und «Praktischer Arzt» betrug der Anteil der Titelerteilungen im vergangenen Jahr 37,5 Prozent.

35,4 Prozent der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz (13’266 Personen) stammten 2018 aus dem Ausland bzw. haben ihr Medizinstudium im Ausland abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihr Anteil um 1,3 Prozent von 34,1 auf 35,4 Prozent angestiegen (Praxissektor: 31,1 Prozent, Spitalsektor: 39,9 Prozent). Der Grossteil der ausländischen ärztlichen Fachkräfte stammt aus Deutschland (53,8 Prozent), gefolgt von Italien (8,8 Prozent), Frankreich (6,7 Prozent) und Österreich (6,1 Prozent).
Tätigkeitsbereiche

Das durchschnittliche Arbeitspensum der Ärzteschaft in der Schweiz ist im Vergleich zum Jahr 2008 von 9,0 Halbtagen auf 8,8 Halbtage pro Woche gesunken (1 Halbtag = 5,5 Std.).

Von den 19’331 Ärztinnen und Ärzten im Praxissektor sind 81,8 Prozent Praxisinhabende oder Praxisteilhabende. 5,3 Prozent sind als Praxisassistierende oder als Fachärztin oder Facharzt angestellt. Im Spitalsektor bilden die Assistenzärzte in Weiterbildung mit rund 52,8 Prozent die grösste Gruppe. Erwartungsgemäss reduziert sich die Anzahl Ärztinnen und Ärzte mit steigender Hierarchiestufe.

So sind im Spitalsektor 18,7 Prozent der Ärzteschaft als Oberärztin oder Oberarzt tätig, 12,2 Prozent als Leitende Ärztin oder Leitender Arzt und 8,8 Prozent als Chefärztin oder Chefarzt. Der Frauenanteil liegt bei den Assistenzärztinnen und Assistenzärzten bei 58,6 Prozent, auf Oberarztstufe bei 47,9 Prozent, bei der leitenden Ärzteschaft bei 24,5 Prozent und auf Chefarztebene bei 12,4 Prozent.

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